Dienstag, 11. Oktober 2016

Avifauna Sri Lankae V: Regenpfeiferartige

Okay, kommen wir zur zweitgrößten Ordnung, die wir auf Sri Lanka beobachtet haben und weil wir da durch einiges durch müssen, legen wir gleich los:

Ordnung: Regenpfeiferartige (Charadriiformes)

Fischmöwe (Ichthyaetus ichthyaetus)

Familie: Möwen (Laridae)

Fischmöwe (Ichthyaetus ichthyaetus)
Okay, was Möwen angeht, war Sri Lanka nicht sehr erfolgreich. Von der großen Fischmöwe habe ich nach einem einigermaßen guten Blick durchs Fernglas nur einen verwaschenen Fleck fotografieren können und die Braunkopfmöwe (Chroicocephalus brunnicephalus) am Fischmarkt in Galle habe ich sogar nur so kurz gesehen, dass mir die Sichtung zu unsicher ist, um sie zu zählen.



Weißbart-Seeschwalbe

Familie: Seeschwalben (Sternidae)

Weißbart-Seeschwalbe (Chlidonias hybrida hybrida)
Die Weißbart-Seeschwalbe ist die Seeschwalbe, die uns in Sri Lanka am häufigsten, praktisch an jeder größeren Wasserfläche im Binnenland, aber auch am Strand nahe unserem Hotel begegnet ist. Der Name weist auf das Prachkleid hin, bei dem der Kopf eine schwarze Kappe und weiße Wangen hat, die ein bischen wie ein weißer Schnurrbart aussehen.


Lachseeschwalbe
Lachseeschwalbe (Gelochelidon nilotica nilotica)
Diese mittelgroße Seeschwalbe ist uns in Yala und an der Küste begegnet. Im Englischen heisst sie auf Grund ihres relativ kurzen, kräftigen Schnabels "gull-billed tern" (möwenschnäblige Seeschwalbe) und tatsächlich ernährt sie sich eher möwen- als seeschwalbentypisch, indem sie nicht nach Fischen taucht, sondern Beutiere an Land oder von der Wasseroberfläche fängt.

Flußseeschwalbe (Sterna hirundo hirundo)
Von der dritten Seeschwalbe, die uns begegnet ist, habe ich leider kein brauchbares Bild, aber da kann ich auf Spiekeroog verweisen, wo ich mehr Glück hatte.
Flußuferläufer

Familie: Schnepfenvögel (Scolopacidae)

Flussuferläufer (Actitis hypoleucos)
Der Flussuferläufer ist uns in Sri Lanka mehrmals begegnet und im Gegensatz zu Deutschland so wenig scheu, dass ich auch endlich ein gutes Bild von ihm habe. Seinem Namen wird er gerecht, da er mit seinen kurzen Beinchen die Ufer von Bächen, Flüssen und kleinen Seen nach Nahrung absucht. Am einfachsten erkennbar ist er selbst auf Entfernung an der weißen "Kerbe" vor den Flügeln.


Sichelstrandläufer
Sichelstrandläufer (Calidris ferruginea)
Ein weiterer Bekannter ist uns in Yala begegnet. Der Schnabel ist tatsächlich nur leicht nach unten gebogen, wer mit Asterix und Miraculix aufgewachsen ist, erwartet da von einer Sicher eigentlich etwas mehr... Zum geschickten Stochern im Schlick reicht es natürlich trotzdem. Im Prachtkleid haben Sichelstrandläufer eine prächtig rotbraun gefärbte Brust. Da sie in Sibiren brüten und in Sri Lanka nur überwintern, ist das Tier im Bild nicht im vollen Prachtkleid.




Zwergstrandläufer
Zwergstrandläufer (Calidris minuta)
Ein weiterer Brutvogel des hohen Nordens ist der nur spatzengroße Zwergstrandläufer, der uns ebenfalls in Yala begegnet ist. Zwergstrandläufer gehören zu den wenigen Tierarten, bei denen sich ein Weibchen mehr als ein Männchen leistet. Dabei überlässt das Weibchen gewöhnlich seinem ersten Partner die Brut und Aufzucht des ersten Geleges, während es sich selbst um das zweite Gelege kümmert. Als sehr kleiner Brutvogel der Arktis hängen seine Zahlen stark von denen der Lemmige ab - in Jahren mit wenigen Lemmingen werden von den Raubtieren dort mehr Zwergstrandläufer erbeutet.

Uferschnepfe
Uferschnepfe (Limosa limosa limosa)
Auch diese elegante große Schnepfe mit dem auffällig langen Schnabel ist uns in Yala begegnet. Während das Schlichtkleid recht einfach hellgrau ist, haben sie im Prachtkleid orange Köpfe und Hälse und gesprenkelte Flügeldecken und Bäuche. Als Brutvogel auf ungestörten Wiesen ist die Art ähnlich wie der Kiebitz bedroht und auf der Roten Liste in der Vorwarnstufe (near threatened) geführt.





Regenbrachvogel
Regenbrachvogel (Numenius phaeopus phaeopus)
Den kleinen Verwandten unseres großen Brachvogels (Numenius arquata) haben wir mehrmals am Strand von Balapitiya angetroffen. Sein Schnabel ist etwas kürzer und er hat einen auffälligen dunklen Scheitel.






Dunkler Wasserläufer
Dunkler Wasserläufer (Tringa erythropus)
Der hübsche dunkle Wasserläufer ist im Prachtkleid wirklich fast schwarz, im Schlichkleid, wie wir ihn in Yala angetroffen haben










Grünschenkel
Rotschenkel
Grünschenkel (Tringa nebularia) und Rotschenkel (Tringa totanus)
Zwei Watvögel, die ich auch aus Deutschland kenne und die in Sri Lanka überwintern. Beide sind uns in Yala begegnet.





Familie: Regenpfeifer (Charadriidae)

Wüstenregenpfeifer
Wüstenregenpfeifer (Charadrius leschenaultii leschenaultii)
Dieser große Regenpfeifer mit dem kräftigen Schnabel ist ebenfalls ein Wintergast, der den Sommer in den Halbwüsten und Wüsten Asiens verbringt. Er ist uns am Strand in Yala begegnet.







Mongolenregenpfeifer (Charadrius mongolus pamirensis)
Dem Wüstenregenpfeifer recht ähnlich ist der in Ostrussland brütende Mongolenregenpfeifer kleiner und hat einen zarteren Schnabel. Auch er ist uns im Yala-Nationalpark begegnet.








Tundraregenpfeifer
Tundragoldregenpfeifer (Pluvialis fulva)
Dieser hübsche kleine Vogel, der im Brutkleid ein schwarzes Gesicht und einen schwarzen Bauch sowie gold-schwarze Flügel hat, ist ebenfalls ein Wintergast und brütet in der sibirischen Tundra. Begegnet ist er uns in Yala und bei Balapitiya.







Rotlappenkiebitz (Vanellus indicus lankae)
Rotlappenkiebitz mit Jungen
Dieser hübsche Kiebitz ist uns auf Sri Lanka im Tiefland fast überall begegnet. Er ist auch mal wieder ein Vogel, der das ganze Jahr auf der Insel verbringt. Und das konnten wir am Unawatuna Strand besonders niedlich beobachten, dann da war eine Mutter mit drei Jungen unterwegs - auch wenn man bei den gut getarnten Kücken mehrmals hinschauen muss!


Familie: Säbelschnäbler (Recuvirostridae)
Stelzenläufer
Stelzenläufer (Himantopus himantopus)
Dieser elegante Vogel ist auch das ganze Jahr auf Sri Lanka zu Hause und ist uns mehrmals im Tiefland begegnet. Mit den langen Beinen schreitet er auf Nahrungssuche durch das Flachwasser. Der Kopf ist zur Brutzeit dunkel gefärbt, bei den Männchen etwas deutlicher als bei den Weibchen. Bei ersteren sind die Flügel auch dunkler, so dass bei den Weibchen ein stärkerer Kontrast zum dunklen Rücken entsteht. 


Krabbentriel
Familie: Triele (Burhinidae)
Krabbentriel (Esacus recurvirostris)
Da Triele nacht- und dämmerungsaktiv sind hat wohl auch dieser Vogel mit dem großen Schnabel uns in Yala nur dösend angeschaut. Beeindruckend ist er trotzdem gewesen.





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Uff, das war ein gutes Stück Arbeit für dieses Mal. Beim nächsten Mal schauen wir uns dann die Greifvögel an.

Dienstag, 13. September 2016

Der betrunkene Klempner...

Manche religiös motivierte Menschen glauben ja, dass Lebewesen so perfekt konstruiert sind, dass sie sich nur durch einen intelligenten Designer erklären ließen. Die Evolutionstheorie besagt dagegen, dass sich alle Lebewesen von Vorfahren ableiten und dass ihre Strukturen daher abgewandelte ältere Strukturen sind. Wenn zweiteres stimmt, sollten sich also eine ganze Reihe von suboptimalen Basteleien in Lebewesen finden, die eher nach dem stümperhaften Arbeiten eines betrunkenen Klempners aussehen, der Freitag abend schnell nach Hause wollte, als nach wirklich intelligentem Design. Schauen wir doch einfach mal zehn an, die mir so auf die Schnelle einfallen:

1) Das Wirbeltierauge: Bei diesem Lieblingsbeispiel der Intelligent Design-Anhänger liegen die lichtempfindlichen Zellen der Retina hinter den Nerven, die ihre Signale ins Gehirn leiten. Und die Nerven sammeln sich an einer Stelle, von wo aus der Nerv durch die Retina läuft, so dass ein blinder Fleck entsteht. Außerdem kann sich die so konstruierte Netzhaut ablösen, was bei etwa einem von 300 Menschen im Laufe des Lebens passiert... Im Gegensatz zur "Krone der Schöpfung" haben übrigens Tintenfische Augen bei denen die Nerven hinter den Sinneszellen liegen. Das geht also...
2) Und wenn wir schon beim Auge sind: Viele blinde Höhlenfische haben Augen, die klein bleiben und unter der Haut liegen...
3) Der weibliche Genitaltrakt bei Säugetieren: Klar ist es eine prima Idee, die Eierstöcke einfach in den Bauch zu legen, sie die Eizellen da reinzuwerfen und sie dann durch einen Trichter ihren Weg in den Eileiter finden zu lassen. Das Problem, dass sie mal woanders landen können und dann zu einer Bauchhöhlenschwangerschaft führen und die Tatsache, dass durch die Konstruktion der weibliche Bauchraum nach außen offen ist und alles, was in die Vagina kommt auch in den Bauch kommen kann und dort vom Immunsystem abgewehrt werden muss, nimmt man doch gerne in Kauf.
4) Hühner haben Gene zum Anlegen von Zähnen. Mutanten, in denen die Gene aktiv und Zähne angelegt werden, sterben als Embryos. 
5) Viele Pflanzen, die sich selbst bestäuben, haben trotzdem auffällige Blüten und produzieren teilweise sogar Nektar, der Insekten anlockt. Wer lockt bitte Insekten an seine Geschlechtsteile wenn es nicht nötig ist???
6) Es gibt Eidechsen, die keine Männchen brauchen, um sich fortzupflanzen. Aber sie brauchen noch eine Paarung, um den Eisprung auszulösen. Die Lösung? Paarung mit anderen Arten oder lesbischer Eidechsensex.
7) Vögel können fliegen, das ist beeindruckend. Und sie laufen auf zwei Beinen. Das heisst, sie Starten mit den Beinen und fliegen mit den Armen, dadurch schleppen sie bei jeder der beiden Phasen die Muskulatur für die andere als Ballast mit. Fledermäuse sind dagegen Vierfüsser und heben mit der gleichen Muskulatur ab, mit der sie fliegen - dafür haben sie keine luftgefüllten Knochen und werden daher schnell zu schwer zum Fliegen, wenn sie größer werden. Flugsaurier hatten übrigens beide Vorteile und die sind ausgestorben...
8) Der Kehlkopf wird von zwei Nerven versorgt - einem für den oberen und einen für den unteren Teil - Moment, das ist noch nicht der absurde Teil! Der obere Nerv läuft nämlich ziemlich direkt vom Hirn zum Kehlkopf, der andere nimmt aber einem Umweg bis runter zur Aorta und wieder hoch. Bei Giraffen sind das 5 Meter Umweg und bei den langhälsigsten Dinosauriern wären es um die 20 Meter gewesen... Dass dieser Nerv leichter als der andere bei Halsverletzungen oder -entzündungen geschädigt wird als der andere und damit eine Schwachstelle des Systems darstellt, die den Atemtrakt beeinträchtigen kann, versteht sich von selbst, oder?
9) Der Männlicher Genitaltrakt beim Menschen: Ihr dachtet oben, Frauen sind fehlkonstruiert? Die Hoden schmeissen ihre Produkte vielleicht nicht einfach in den Bauchraum, dafür liegen sie verwundbar draußen. Klar man könnte die Spermien auch wie Vögel einfach nachts produzieren, wenn der Körper kälter ist, aber wir können die Dinger auch raushängen. Am besten drücken wir dazu eine kleine Delle in die Bauchdecke, so dass bei einem Leistenbruch da ein Stück Darm reinrutschen kann und das deshalb für Männer viel gefährlicher ist als für Frauen. Okay, und dann lassen wir die Samenleiter nicht direkt zum Penis laufen sondern erstmal wieder nach Innen, einmal um die Harnleiter rum und fädeln das ganze dann durch die Prostata. Naja, ein paar Jahre wird das Flickwerk schon halten...
Und wer glaubt, absurder wird es nicht:
10) Bei Landschnecken geht der Darm durchs Herz bevor sie sich durch ihre Lunge auf den Kopf scheißen. Genug gesagt...

Samstag, 30. Juli 2016

Avifauna Sri Lankae IIII: Rallen, Tauben, Segler und Schwalme

Okay, heute haben wir eine bunte Mischung von Ordnungen, von den Kranichartigen bis zu den Schwalmen:

Ordnung Kranichartige (Gruiformes), Familie Rallen (Rallidae)

Weißbrust-Kielralle
Weißbrust-Kielralle (Amaurornis phoenicurus phoenicurus)
Diese große Ralle mit dem kräftigen Schnabel ist uns im Hochland und an der Lagune bei unserem Hotel begegnet, wo sie jeweils in Wassernähe allein oder als Paar auf Nahrungssuche waren. Weißbrust-Kielrallen sind in Südostasien weit verbreitet und für Rallen relativ wenig scheu, so dass man sie häufiger beobachten kann als andere Arten aus ihrer Familie. Sie sind etwa so groß wie unsere Bläßhühner, wirken aber mit dem großen Schnabel stämmiger und sind mit den langen Beinen an Land schneller unterwegs.
Straßentaube

Ordnung Taubenartige (Columbiformes), Familie Tauben (Columbidae)

Straßentaube (Columba livia forma domestica)
Ja, die allgegenwärtige Straßentaube ist uns auch auf Sri Lanka begegnet. Aber mehr fällt mir dazu nicht mehr ein...

Bronzefruchttaube
Bronzefruchttaube (Ducula aenea pusilla)
Die größte Taubenart auf Sri Lanka ist etwa so groß wie unsere Ringeltaube, wirkt aber stämmiger. Der englische Name Green Imperial Pigeon weist auf diese auffällige Statur hin. Der deutsche Name weist dagegen auf ihre Hauptnahrung hin: Verschiedene Früchte, die ganz geschluckt werden. Als nach dem Bestimmungsbuch recht scheue Baumbewohner zeigte sich ein Paar recht wenig scheu morgens direkt vor unserem Zimmer in Yala - gut, dass Tauben nicht lesen können!
Als prächtige große und gut zu haltende Tauben, sind Bronzefruchttauben häufig in Zoos zu sehen, wo sie auch recht alt werden können - ein Tier in Berlin hat stolze 13 Jahre erreicht.


Perlhalstaube (Spilopelia chinensis)
Perlhalstaube (Spilopelia chinensis ceylonensis)
Die kleine hübsche Perlhalstaube ist uns überall auf Sri Lanka begegnet und war einer der Vögel, die wir am häufigsten gesehen haben. Sie sind häufig am Boden anzutreffen, wo sie Körner und kleine Insekten als Nahrung suchen. Wenn sie nicht am Nahrung sammeln sind, sitzen sie auf Bäumen oder Stromleitungen. Die Unterart auf Sri Lanka ist dort endemisch.


Bindengrüntaube (Treron bicinctus leggei)
Bindengrüntaube (Treron bicinctus leggei)
Die Bindengrüntaube oder orangebrüstige Grüntaube ist in Asien weit verbreitet und kommt auf Sri Lanka in einer endemischen Unterart vor. Wie alle Grüntauben ist sie ein früchtefressender Baumbewohner. Die Männchen sind etwas auffälliger gefärbt, allerdings für einen Farbfehlsichtigen wie mich gemeiner Weise grün mit oranger Brust, so dass ich nicht allzu viel davon habe... Von der nächsten Art sind sie am sichersten durch die zimtroten Flecken unter dem Schwanz zu unterscheiden.
Gesehen haben wir ein Paar Bindengrüntauben an der Lagune bei unserem Hotel.

Bindengrüntaube (Treron bicinctus leggei)
 
 
Ein weiteres Mal ist sie uns nahe der Südküste bei einer etwas unfreiwilligen Rast begegnet, als nämlich unser Reisebus eine Panne hatte und wir auf die Reparatur warten mussten. Allerdings ist sie eine von zwei Vogelarten, die ich dort fotografieren konnte, also will ich gar nicht meckern.


Koel-Männchen

Ordnung Kuckucksvögel (Cuculiformes), Familie Cuculidae (Kuckucke)

Indischer Koel (Eudynamys scolopaceus scolopaceus)

Indischer Koel (Weibchen)
In Yala und bei unserem Badehotel ist uns dieser hübsche Kuckuck begegnet, dessen Männchen schwarz und dessen Weibchen braun mit hellen Flecken sind. Wie unser einheimischer Kuckuck sind auch Koels Brutparasiten, allerdings sind sie als erwachsene Tiere überwiegend Fruchtfresser. Typische Wirtsvogelarten des Indischen Koels sind Krähen und Beos, die bei der Eiablage teilweise gezielt vom Männchen abgelenkt werden, so dass das Weibchen sein Ei ungestört in das Wirtsnest legen kann.

Ordnung Seglerartige (Apodiformes)

Bengalensegler

Familie Segler (Apodidae)

Bengalensegler (Cypsiurus balasiensis balasiensis)
Blitzschnell unterwegs wie die meisten Segler und hervorragende Flieger, die eigentlich nur zur Fortpflanzung landen, ist mir immerhin ein Bengalensegler so vor die Kamera geflogen, dass ein brauchbares Bild herausgekommen ist. Verschiedene Segler sind uns bis auf das Hochland überall auf Sri Lanka begegnet, darunter in Kandy wahrscheinlich auch die kleine Malabarsalangane (Aerodramus unicolor), aber die Geschwindigkeit der Tiere macht die Bestimmung und Fotos meist schwierig bis unmöglich.

Ordnung Caprimulgiformes (Schwalmartige), Familie Caprimulgidae (Nachtschwalben)

Hindunachtschwalbe (Caprimulgus asiaticus eidos)
Leider nur gehört haben wir die seltsamen, schauerlichen Rufe dieses tagsüber hervorragen auf Ästen getarnten Vogels.
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Und das ist es für heute - nächstes Mal schauen wir uns die Regenpfeiferartigen an - von Möwen über Schnepfen bis Triele!

Mittwoch, 29. Juni 2016

Avifauna Sri Lankae III: Ruderfüßer

Und weiter geht es! Diesmal mit den Ruderfüßern und die sind vor allem mit einigen Reihern auf Sri Lanka vertreten:

Ordnung Ruderfüßer (Pelecaniformes)

Silberreiher (Ardea alba modesta)

Familie Reiher (Ardeidae)

Silberreiher (Ardea alba modesta)
Der erste Reiher in der Liste ist ein alter bekannter, auch wenn auf Sri Lanka eine andere Unterart (modesta) als in Mitteleuropa (alba) und Mexiko (egretta) vorkommt. Tatsächlich ist der Silberreiher die weltweit am weitesten verbreitete Reiherart und kommt auf allen Kontinenten außer der Antarktis in tropischen und gemäßigten Zonen vor. Der Silberreiher ist die größte der drei regelmäßig auf Sri Lanka vorkommenden weißen, schlanken Reiherarten und wir sind ihm im Inland bei Habarana begegnet.


Graureiher
Purpurreiher (Ardea purpurea manilensis)
Graureiher (Ardea cinerea cinerea)
Auch der nächste Reiher ist ein alter Bekannter, der auch bei uns vorkommende Graureiher - diesmal sogar in der auch bei uns heimischen Unterart. Begegnet sind sie uns an verschiedenen Wasserflächen im Inland.
Purpureiher (Ardea purpurea manilensis)
Und noch ein Bekannter, diesmal wieder in einer anderen Unterart als bei uns. Scheuer als die anderen beiden großen Reiher haben sich zwei Purpurreiher an der kleinen Lagune neben unserem Hotel am Abend vor der Abreise gezeigt.

Paddyreiher (Ardeola grayii)
Paddyreiher (Ardeola greyii)
Einer der beiden am häufigsten auf Sri Lanka anzutreffenden Reihern ist der kleine, hübsche Paddyreiher, der uns an fast jedem Süßgewässer begegnet ist. Beim Auffliegen erscheinen die Tiere plötzlich viel heller, da dann die weißen Flügel deutlich zu erkennen sind. Im Gegensatz zu den großen, das flache Wasser durchschreitenden Reiherarten, lauern die kleineren Paddyreiher bewegungslos am Ufer oder auf schwimmenden Wasserpflanzen, um dann blitzschnell nach kleinen Beutetieren zu stoßen. In Volkserzählungen gilt er daher als "halb-blinder Reiher", der sich erst im letzten Moment bewegt, wenn das, was ihn interessiert nah genug ist.
Kuhreiher (Bubulcus coromandus)
Kuhreiher (Bubulcus coromandus)
Der einzige Reiher, der uns noch häufiger begegnet ist als der Paddyreiher ist der stämmige kleine Kuhreiher. Sein Name weist auf seine Angewohnheit hin, die von Weidetieren aufgescheuchten Insekten und anderen Kleintiere zu fangen, allerdings funktioniert ein Mähdrescher da genausogut. Während das Schlichtkleid rein weiß ist, bekommen die Tiere im Prachtkleid einen goldorangen Hals - der Reiher im Bild ist da so ein bisschen zwischen beiden Kleidern. Begegnet sind uns Kuhreiher eigentlich überall außer im Hochland wo es offene Flächen wie Felder, Parks oder Fußballplätze gibt. Von allen Reihern, die uns begegnet sind ist er derjenige, der sich am wenigsten an Wasserflächen gebunden fühlt.
Seidenreiher (Egretta garzetta)
Seidenreiher (Egretta garzetta garzetta)
Vielleicht der hübscheste Reiher und wieder ein alter Bekannter aus Europa ist der elegante kleine Seidenreiher. Das Tier im Bild ist im vollen Prachkleid, mit purpurroter Haut vor dem Auge und Schmuckfedern - die schwarzen Beine mit gelben Füßen sind auch im Schlichtkleid vorhanden. Die Füße und der komplett schwarze Schnabel erlauben es auch ihn im Schlichtkleid und ohne Größenvergleich von den anderen weißen Reihern zu unterscheiden. Seidenreiher sind uns mehrmals im Inland begegnet.
Habe ich schon erwähnt, dass ich Seidenreiher für die hübschesten Reiher halte? Habe ich? Okay, wollte nur nicht, dass das untergeht, also klickt auf das Bild, um es größer anzuschauen!

Mittelreiher (Egretta intermedia)
Mittelreiher (Egretta intermedia intermedia)
Ein weiterer weißer, schlanker Reiher, diesmal kleiner als der Silber- und größer als der Seidenreiher - das muss wohl der Gedanke bei der Namensgebung dieses Vogels gewesen sein. Mit graueren Beinen als Silber- und Seidenreiher und gelbem Schnabel ist er auch jenseits der Größe von den beiden anderen Arten unterscheidbar. Tatsächlich kommt es häufiger vor, dass in einem Ökosystem mehrere ähnliche Arten vorkommen, die sich vor allem durch die unterschiedliche Größe unterscheiden und so ausreichend unterschiedliche ökologische Nischen besetzen. Gesehen haben wir auch Mittelreiher mehrmals, darunter im Yala-Nationalpark und immer wieder war aus der Ferne dann doch nicht auszumachen, welcher weiße Reiher da zu sehen war...
Mangrovenreiher (Butorides striatus javanica), Chinadommel (Ixobrychus sinensis) und Nachtreiher (Nycticorax nycticorax nycticorax)
Und dann sind da noch drei Reiherarten, von denen ich leider keine Fotos habe. Eine große Kolonie Nachtreiher konnten wir in Kandy bewundern, leider nur vom Bus aus. Der Mangrovenreiher und die winzige Chinadommel sind uns beide bei der Riversafari nahe unseres Hotels begegnet, waren aber jeweils zu schnell wieder im Gestrüpp verschwunden...
Graupelikan (Pelecanus philippensis)

Familie Pelikane (Pelecanidae)

Graupelikan (Pelecanus philippensis)
Der für einen Pelikan recht kleine, aber mit den meisten anderen Vögeln verglichen immer noch riesige Graupelikan saß in Colombo in goßen Zahlen auf den Straßenlaternen und ist uns auch wieder in Yala begegnet. Der englische Name "spot-billed pelican" weist auf die kleinen schwarzen Flecken auf dem Schnabel hin, die neben dem Federschopf am Kopf den schlichten Gesamteindruck ein wenig aufhübschen. Früher in Südostasien weit verbreitet, kommt die Art heute neben Sri Lanka noch in Indien und in Burma vor und steht heute auf der Roten Liste als gering gefärdet.
Löffler und Buntstörche

Familie Threskiornithidae (Ibisse und Löffler)

Löffler (Platalea leucorodia leucorodia)
Ein weitere Bekannter aus Europa aber trotzdem ein spektakulärer Vogel ist uns in Yala und an Wasserflächen entlang der Südküste in teilweise großen Gruppen begegnet. Mit demlangen  löffelförmigen Schnabel, der gelben Brust und dem Federschopf am Kopf sind Löffler von weißen Reihern auch auf größere Entfernung ohne Weiteres zu unterscheiden.
 
Schwarzkopfibis
Schwarzkopfibis (Threskiornis melanocephalus)
Der Schwarzkopfibis ist ein naher Verwandter des heiligen Ibis der alten Ägypter und hat wie alle Ibisse einen langen, gebogenen Schnabel, mit dem er nach meist kleinen Tieren als Beute stochert, Das Gefieder ist reinweiß, aber die Beine und der Kopf sind nackt, so dass die schwarze Haut sichtbar wird - so kann man unbedenklich durch tiefen Matsch waten und darin herumstochern, ohne dass man sich die Federn verklebt.
Schwarzkopfibisse sind uns an allen größeren Gewässern im Flachland mit schlammigen Ufern begegnet.

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Und das war es dann für heute, nächstes Mal schauen wir uns Rallen und Tauben an - also bis dann!

Avifauna Sri Lankae II: Hühner-, Schreit- und Tölpelvögel


Okay, es ist endlich an der Zeit, mit den Vögeln Sri Lankas anzufangen, sonst werde ich vor dem nächsten Urlaub nicht fertig - denn hier kommt einiges zusammen!

Ordnung Hühnervögel (Galliformes), Familie Fasanenartige (Phasianidae)

Ceylonhuhn (Gallus lafayetti)
Cylonhahn (Gallus lafayetti)
Cylonhahn und -henne
Fangen wir gleich mit dem Nationalvogel Sri Lankas an, den wir im Yala-Nationalpark bewundern konnten - zumindest die Hähne, denn Hennen haben wir nur eine aus der Ferne gesehen. Das Ceylonhuhn ist auf Sri Lanka endemisch und ein Bewohner von Wäldern und Buschland, worauf auch der Englische Name "Sri lanka jungle fowl" hinweist.
Es ist auch der Namensgeber für die erste von den Niederländern auf Sri Lanka übernommene Stadt: Galle, die möglicherweise nach der Sichtung eines Hahns am Ort ihrer Gründung benannt ist und den Hahn in ihrem Wappen trägt.

Haushuhn (Gallus gallus domesticus)
Haushuhn (Gallus gallus domesticus)
Zum Vergleich bekommt ihr hier auch gleich noch einen irgendwie wild lebenden Haushahn aus dem Zahntempel in Kandy. Tatsächlich ist er ein Opfertier aus dem Hindutempel nebenan, wobei das Opfer in der Freilassung von Tieren besteht. Bedenkt man, dass die Überlebenschance von Haustieren danach nicht allzu groß sein dürfte und Wildtiere vorher gefangen werden müssen, dann ist der Brauch aus westlicher Sicht nicht allzu tierlieb, aber sicher noch mehr als ein Schlachtopfer...
Pfauenweibchen


Pfauenmännchen
Blauer Pfau (Pavo cristatus)
Den größte und ohne Frage beeindruckendsten Hühnervogel Sri Lankas konnten wir auch in Yala beobachten. Und sie stolzieren genauso selbstbewusst durch einen Nationalpark, wie sie das bei uns in Parks oder Zoos tun. Wirft man einen kurzen Blick auf die kräftigen Beine und großen Sporne der Männchen, dann scheint das Selbstbewusstsein auch irgendwie gerechtfertigt...

Zwergwachtel (Excalfactoria chinensis chinensis)
Ein weiterer, aber diesmal viel kleinerer Hühnervogel ist bei unserer Elefantensafari schnell über den Weg gehuscht - leider zu schnell, um ein Foto zu machen...

Ordnung Schreitvögel (Ciconiiformes), Familie Störche (Ciconiidae)

Silberklaffschnabel (Anastomus oscitans)
Silberklaffschnabel (Anastomus oscitans)

Dieser auf den ersten Blick wie ein schmutziger Weißstorch wirkende Vogel fällt durch seinen auseinanderklaffenden Schnabel auf. Dieser stellt wahrscheinlich eine Anpassung an das Knacken von Schnecken dar, die einen großen Teil seiner Nahrung ausmachen, indem er erlaubt, ihre Schalen mit einem pinzettenartigen Griff kräftig zu packen und zu zerbrechen. Bei Jungvögel ist diese Lücke noch nicht vorhanden. Silberklaffschnäbel sind uns an fast jeder größeren Süßwasserfläche im Süden und Westen Sri Lankas begegnet.

Wollhalsstorch
Wollhalsstorch (Ciconia episcopus episcopus)
Dieser große Storch, der uns bei Yala begegnet ist, ist die bedrohteste Vogelart, die wir beobachten konnten. Leider ist uns nur ein einziges Tier begegnet, von dem ich auch nur vom Bus aus ein Foto machen konnte. Sein Bestand geht, wie so oft, vor allem auf Grund von Lebensraumverlust und Bejagung zurück. Bis auf den namensgebenden, plüschig wirkenden weißen Hals ist er elegant schwarzglänzend mit schwarzer Kappe und dunkelgrauem Schnable und Beinen. Wie andere große Störche ist er ein Jäger, der Feuchtgebiete abschreitend Amphibien, kleine Reptilien und Säuger und große Insekten fängt.



Buntstorch (Mycteria leucocephala)
Buntstorch (Mycteria leucocephala)
Der Buntstorch hat wie die anderen Arten aus der Gattung der Nimmersatte ein nacktes Gesicht, das bei ihm leuchtend rot ist und zusammen mit seinem gelben Schnabel für seinen deutschen Namen verantwortlich ist. Sie laufen mit gesenktem Schnabel durch flaches Wasser und schnappen blitzschnell zu, wenn ihr Schnabel ein Beutetier berührt. Begegnet sind sie uns bei Colombo und in Yala.

Ordnung Tölpelvögel (Suliformes)

Indischer Schlangenhalsvogel

Familie Schlangenhansvögel (Anhingidae)

Indischer Schlangenhalsvogel (Anhinga melanogaster)
Der vielleicht skurrilste Vogel, den wir beobachten konnten, ist der Schlangenhalsvogel, ein Verwandter der Kormorane, der mit seinem langen Hals ein geschickter Fischfänger ist. Tatsächlich liegt er beim Schwimmen noch tiefer im Wasser als ein Kormoran, so dass der Hals das einzige ist, was aus dem Wasser ragt und so einen ziemlichen Monster-von-Loch-Ness-Eindruck hinterlässt. Gesehen haben wir auch diese Tiere in Yala und an anderen großen Wasserflächen.

Mohrenscharbe

Familie Kormorane (Phlacrocoracidae)

Mohrenscharbe (Microcarbo niger)
Die Mohrenscharbe ist die kleinste der drei Kormoranarten, die auf Sri Lanka vorkommen und fängt in flachem Wasser kleine Fische. Wie alle Kormorane - und wie die Schlangenhalsvögel - trocknen auch sie nach dem Tauchen ihre Flügel, indem sie sie, bevorzugt an einem sonnigen Fleckchen, ausgebreitet zur Seite halten. Mohrenscharben sind uns an verschiedenen kleinen Gewässern überall auf Sri Lanka begegnet.

 
Kormoran zwischen Mohrenscharben
Kormoran (Phalacrocorax carbo sinensis)
Der auch bei uns heimische große Kormoran ist auf Sri Lanka die am seltensten anzutreffende der drei Kormoranarten. Er sticht zwischen den anderen aber sofort durch seine Größe hervor. Die Unterart sinensis ist dabei die gleiche, die auch bei uns vorkommt, auch wenn der Name "sinensis = aus China" den einen oder anderen Kormoranhasser dazu verführt hat, ihn als bei uns invasive Unterart hinzustellen.



Braunwangenscharbe
Braunwangenscharbe (Phalacrocorax fuscicollis)
Die Braunwangenscharbe ist etwas größer als die Mohrenscharbe und mit ihrem glänzend schwarzen Gefieder und den leuchtend dunkelgrünen Augen die hübscheste Kormoranart, die mir bisher überhaupt begegnet ist. Sie sind uns ebenfalls an verschiedenen Süßwasserflächen begegnet.

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Okay, so viel für heute - nächstes Mal könnt ihr Euch auf ein ganzes Rudel von Reihern sowie Ibisse und Pelikan sowie eine Ralle freuen.

Samstag, 11. Juni 2016

Säugetiere Sri Lankas II: Raubtiere, Fledertiere, Paarhufer

Und weiter geht's!

Ordnung: Raubtiere (Carnivora)

Haushund (Canis lupus familiaris)

Familie: Hunde (Canidae)   

Haushund (Canis lupus familiaris)
Fangen wir mit einem verwilderten Haustier an, dass einem auf Sri Lanka überall begegnet. Als potentielle Tollwutüberträger und an Menschen geöhnte Ruabtiere sind streunende Hunde nie ganz unprobelamtisch, bis auf ein kleineres Rudel, das abends um unser Hotel in Kandy streifte, waren aber alle Hunde denen wir begegnet sind eher freundlich. Das Tier im Bild ist recht typisch, auch wenn viele wilde Hunde im tropischen Klima leider nicht so gesund wirken.

Hauskatze (Felis sylvestris catus)

Familie: Katzen

Hauskatze (Felis sylvestris catus
Katzen sind uns viel weniger begegnet als Hunde und insbesondere leider keine der wilden Katzenarten, die es auf Sri Lanka gibt, auch wenn die Insel als bester Ort gilt, um Leoparden zu begegenen. Rostkatze, Fischkatze und Rohrkatze hätten wir aber natürlich auch gerne genommen. Aber so müsst ihr Euch mit der Hausketze im Bild zufrieden geben.

Indische Rotmanguste

Familie: Mangusten (Herpestidae)

Indische Rotmanguste (Herpestes smithii zeylanicus)
Diese neugierigen Kerlchen  sind uns mehrmals begegnet - immer geschäftig unterwegs aber einen Moment innehaltend, um neugierig zu schauen, wer wir denn sind. Sie sind relativ eng mit dem indischen Mungo verwandt, den viele als Kobratöter aus dem Dschungelbuch kennen.

Ordnung: Fledertiere (Chiroptera), Familie Flughunde (Pteropodidae)

Indische Riesenflughunde
Indischer Riesenflughund (Pteropus giganteus
Fliegender Flughund
Eines der größten Fledertiere der Welt ist uns in einer lärmenden Kolonie im Botanischen Garten von Peradeniya begegnet. Sie sind reine Obstfresser und auf Sri Lanka immer wieder zu sehen, meist leider aber als Opfer von Stromleitungen, wo ihnen ihre große Spannweite von etwas über einem Meter oft zum Verhängnis wird.
Neben den Flughunden haben wir auch Fledermäuse gesehen, die allerdings wie meist bei Fledermäusen so schnell vorbeigeflattert sind, dass sie nicht genauer zu bestimmen waren.

Ordnung: Paarhufer und Wale (Cetartiodactyla)

Indisches Wildschwein (Sus scrofa cristatus)

Familie: Echte Schweine (Suidae)

Indisches Wildschwein (Sus scrofa cristatus)
Das indische Wildschwein, das uns im Yala-Nationalpark sowie auf unserem Hotelgelände dort begegnet ist, unterscheidet sich von unserem mitteleuropäischen durch ein kürzeres Fell mit einem Haarkamm auf dem Rücken, was sie wie ich finde recht putzig aussehen lässt.

Familie: Bartenwale (Balaenopteridae)

Blas und Steg vor der Nasenöffnung eines Zwergblauwals
Zwergblauwal (Balaenoptera musculus brevicauda)
Nach drei Stunden auf dem Whale Watching Boot war ein lautes Schnauben zu hören und eine baumgroße Gischtwolke war am Horizont zu sehen. Etws hinter dem riesigen Tier schien ein zweites zu Schwimmen, bis der Verstand begriffen hatte, dass das alles ein einziges Lebewesen war. Mit bis zu 24 Metern länge mag brevicauda kleiner sein als die anderen Unterarten und stellt trotzdem alle anderen Tierarten in den Schatten.
Zwergblauwal (Balaenoptera musculus brevicauda)
Tatsächlich waren es zwei Tiere, die wir beobachten konnten und auch wenn nur aus großem Abstand und vom schwankenden Boot, gehört die Begegnung definitiv zum Beeindruckendsten, das ich bisher erlebt habe und lässt selbst die Elefanten im Vergleich winzig erscheinen...

Springender Spinner

Familie: Delphine (Delphinidae)

Spinnerdelphin (Stenella longirostris
Spinnerdelphine (Stenella longirostris)
Auf der gleichen Fahrt sind uns diese geselligen Tiere begegnet, deren Name auf ihre akrobatischen Sprünge anspielt, bei denen sie rasend um die eigene Achse rotierenden. Sie sind relativ kleine Delphine, die dafür zuweilen in riesigen Gruppen von mehreren Tausend Tieren auftreten.

Familie: Hornträger (Bovidae)

Hausrind (Bos primigenius indicus, Bos primigenius taurus)
Rinder im Yala-Nationalpark
Das hitze- und krankheitsresistente Zebu (indicus) ist wahrscheinlich von einer anderen Unterart des Auerochsen ausgehend domestiziert worden als das europäische Rind (taurus) . Heute werden auch oft Kreuzungen aus beiden Linien gehalten, um sich die Vorteile beider zu Nutze zu machen. Wahrscheinlich handelt es sich bei der Herde die im Yala-Nationalpark graste um solche Tiere.

Asiatischer Wasserbüffel (Bubalus arnee)
Asiatischer Wasserbüffel (Bubalus arnee)
Als wichtiges Haustier in vielen Ländern Asiens sind echte wilde Wasserbüffel selten geworden und auch die Tiere, die wir in Yala beobachten konnten haben wahrscheinlich Hausbüffel-Gene in sich.
Büffel beim Büffeln
Trotzdem sind es beeindruckende Tiere, außer vielleicht, wenn sie wie der junge Bursche im Bild rechts versuchen, sich als ganzer Kerl zu erweisen und von der Damenwelt einfach ignoriert werden und beim nächsten Schritt zum grüneren Gras vom Rücken rutschen. Jeder fängt eben klein an...

Sri Lanka Axishirsche

Familie: Hirsche (Cervidae)

Sri Lanka-Axishirsch (Axis axis ceylonensis)
Der Axishirsch ist die kleinere und geselligere Hirschart, die wir im Yala-Nationalpark gesehen haben. Sie leben in gemischten Herden und grasen vor allem in der Nähe von Wäldern, in die sie bei Bedrohung fliehen können. Wie auch der Damhirsch behalten sie ein Fleckenmuster das ganze Leben über, allerdings sind die Männchen leicht durch das nicht-Schaufelförmige Geweih zu unterscheiden. Im Gegensatz zu Hirschen bei uns ist der Geweihwechsel bei  tropischen Arten wie dem Axis und Sambar nicht synchron, es können also Männchen mit verschiedenen Geweihstadien gleichzeitig auftreten.

Sambar und Sumpfkrokodil
Sambar (Cervus unicolor unicolor )
Deutlich größer als die Axishirsche und sogar etwas größer als unser Rothirsch sind die Sambarhirsche, vor denen offensichtlich sogar Krokodile einen gewissen Respekt haben. Sie sind überwiegend Einzelgänger und gelten als scheu und überwiegend dämmerungsaktiv. Dennoch konnten wir in Yala mehrere Weibchen sehen. Die Männchen wären noch größer, dunkler und tragen ein großes Geweih. Während der Sambar in seinem natürlichen Verbreitungsgebiet auf Grund von Jagd bzw. Wilderei und Lebensraumverlust immer seltener wird, gibt es in Australien und Neuseeland vom Menschen eingeführte Populationen.

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Gut, soviel zu den Säugetieren, dann können wir ja beim nächsten Mal zu den Vögel übergehen!